„Asyl-Fakten interessieren doch Rechte gar nicht.“

Unsere Zeitung bemüht sich trotzdem um Aufklärung. Daher startet heute Dienstag unser alternativer Adventkalender, der Asylkalender.

Asylkalender, 1. Dezember 2015.

4901868831_77a85a14bf_bLiebe Leserin, lieber Leser,

wie glücklich sind jene, die den Schutz eines warmen Heims dieser Tage genießen dürfen. Wie unglückselig solche, die draußen ausharren müssen, von einer Notschlafstelle zur anderen ziehen. Und doch keinen Platz finden. Daher haben wir vor einigen Tagen die Nummer des Caritas-Kältetelefons in Wien veröffentlicht. Im Rest des Landes bietet sich der allgemeine Rettungsnotruf 144 an.

Wir wollen auch an jene denken, welche heuer zu zehntausenden die Kriegsgebiete rund um den Globus verlassen und bei uns stranden. Auch sie leiden unter der Kälte – meteorologisch wie sozial. Das muss nicht, soll nicht sein. Wie sagte eine Userin? „Kein Mensch soll frieren :)“

Das Christentum feiert demnächst den bekanntesten Flüchtling der Welt. In diesem Sinne wollen wir zur Debatte beitragen, Ihnen Fakten in die Hand geben, mit denen Sie falschen wie dummen Behauptungen zur Asylfrage begegnen können.

Vielleicht denken Sie: „Asyl-Fakten interessieren doch Rechte gar nicht.“ Das mag sein. Die fest überzeugten Asylfeinde können wir vermutlich auch nicht überzeugen. Wir möchten dennoch aufklären. Daher wollen wir, dass Sie – ja, Sie, liebe Leserin, lieber Leser – in Ihrem ganz persönlichen Umfeld anfangen. Die Forschung bestätigt immer wieder, dass Sie neben den Massenmedien (gerade Social Media) die wichtigste Quelle zur Meinungsbildung für ihren engsten Kreis sind. Umgekehrt gilt dasselbe.

Deshalb bieten wir Ihnen im Advent einen kostenlosen Dienst an. Im Asylkalender werden wir bis Heiligabend täglich gängigen Thesen zum Thema Flucht nachspüren. Nutzen Sie das in der Diskussion: teilen, verlinken, versenden Sie die Texte. Überzeugen Sie auch nur eine Person mit nur einem Artikel, ist viel getan.

Wir wünschen Ihnen eine friedliche und informative Adventszeit.

Zoran Sergievski, Unsere Zeitung

Beitragsbild: Wolfgang Unglaub auf twitter

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