Zum Beginn der Saison fürs Drinnenbleiben, Video schauen, Lesen und Internet surfen möchten wir auf eine weitere Möglichkeit zur Beschäftigung im Warmen aufmerksam machen: Podcast hören. Genau genommen, philosophische Podcasts.

Die Philosophische Audiothek ist ein am Institut für Philosophie der Uni Wien beheimatetes frei zugängliches Tonarchiv für Vorträge, Vorlesungen, Radiosendungen und andere Arten philosophischer Tonwerke.

Das Angebot richtet sich an alle philosophisch Interessierten, aber auch an Studierende, die für anstehende Prüfungen Vorlesungen nachhören wollen.

Das ständig wachsende Archiv der Philosophischen Audiothek bietet freien Zugriff auf Einzelvorträge, Kongress- und Symposienmitschnitte, Vorlesungsreihen, Buchbesprechungen und vieles mehr.

So steht hier der Öffentlichkeit ein von Ernst Tugendhat 2006 an der Universität Wien gehaltener Vortrag ebenso zur Verfügung wie die Freud Lectures, Vorträge des 30. Internationaler Hegel-Kongresses oder des „Crossing Borders“-Kongresses.

Einen Kern der Sammlung bildet das Archiv einer Sendereihe im Wiener Freien Radio Orange. Die „Philosophischen Brocken“ laufen seit dem 26. April 2000 14-tägig jeweils am Mittwoch von 13 bis 14 Uhr. Sie präsentieren philosophische Persönlichkeiten, kollegiale Debatten und Arbeiten von Absolventinnen und Absolventen, vorwiegend aus dem Umkreis des Instituts für Philosophie.

Der zweite Teil des Archivs enthält Mitschnitte von Lehrveranstaltungen am Institut für Philosophie der Universität Wien. Etwa die Hälfte davon wurde von Studierenden aufgenommen und mit Einverständnis der Lehrenden veröffentlicht, viele Lehrveranstaltungen werden aber auch direkt von den Vortragenden selbst in der Audiothek zu Verfügung gestellt.

Neben den großteils in deutscher Sprache gehaltenen Beiträgen finden sich auch etliche in Englisch und einige in Französisch.

Frei? So wie gratis?

Unter frei zugänglich verstehen wir von der Audiothek nicht nur frei von Gebühren, sondern auch ohne Anmeldung und unabhängig von einer eventuellen Inskription an der Universität Wien.

Generell können alle in der Audiothek gesammelten Tondateien sowohl als Stream abgerufen als auch heruntergeladen werden. Darüber hinaus sind viele Tonreihen in einzelnen Podcasts zusammengefasst und können so abonniert werden.

Sämtliche Mitschnitte werden unter einer Creative-Commons-Lizenz (Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung) veröffentlicht.

Frei bei der Audiothek bedeutet also, wie Richard Stallman es formuliert hat: „free as in free speech, not as in free beer“.

Nur konsumieren ist zu langweilig?

Studierende sowie Lehrende, die eigene Vorträge veröffentlichen wollen, sind herzlich willkommen.

Auch für Referate, Buchbesprechungen und Diskussionen zwischen Studierenden ist Raum. In der Rubrik „Impulse“ können etwa gerade in Entstehung befindliche Sinnganzheiten in Sprache gehoben werden.

Aber auch für andere und neue, noch unrepräsentierte Formen von philosophisch relevanten Artikulationseinheiten ist in der Audiothek genug Platz. Hierfür bitten wir, uns via E-Mail zu kontaktieren.

Wer steckt hinter der Audiothek?

Die von Prof. Herbert Hrachovec im Jahr 2000 gegründete Audiothek wird von ihm gemeinsam mit einer ebenfalls ehrenamtlich arbeitenden Gruppe, deren Kern das Team der „Philosphischen Brocken“ bildet, betrieben.

Wichtige Unterstützung bekam und bekommt die Audiothek darüber hinaus von Freiwilligen, die sich immer wieder bei Projekten, wie etwa der technischen Weiterentwicklung, beteiligen.

Und natürlich von Vortragenden, die ihre Beiträge zur Verfügung stellen, sowie denjenigen Studierenden, die Vorlesungen aufzeichnen und in die Audiothek hochladen.

Das Team der Philosophischen Audiothek (eingesendet von Andrea Adelsburg)
Titelbild: Podcast Sound Studio (maxpixel.freegreatpicture.com; public domain)

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